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CfP PROKLA 203: Die USA vor und mit (und nach) Trump

2020-10-21

Wenn das geplante Heft im Juni 2021 erscheint, werden wir wissen, ob der Albtraum einer zweiten Präsidentschaft Trump Realität wurde oder durch das Team Biden-Harris trotz des anachronistischen Wahlsystems und aller massiven Behinderungsversuche der Republikaner vermieden werden konnte. Oder aber, ob Trump seine wiederholte Drohung, eine Wahlniederlage nicht anzuerkennen, umgesetzt hat und die USA endgültig zu einem failed state werden. Dieses Heft wird möglicherweise Trump im Titel haben, dennoch wird es nicht um seine Person gehen: um hetzerische Twitter-Meldungen und Lügereien, bizzare öffentliche Auftritte, erratische politische Entscheidungen oder die schamlose Verquickung privater Geschäfte mit dem Präsidentenamt. Die vermutlich zu Recht getroffene Diagnose einer schwer pathologischen Persönlichkeit hat dazu beigetragen, die dortigen Verhältnisse und Probleme extrem zu personalisieren und die Bedeutung der strukturellen Bedingungen für Entscheidungen und Diskurse im Rahmen von Politik, Wirtschaft und Kultur mehr und mehr in den Hintergrund zu drängen. Genau sie möchten wir aber thematisieren und danach fragen, welche Entwicklungslinien die heutige US-Politik, -Ökonomie und -Gesellschaft kennzeichnen, wo es Kontinuitäten und wo Brüche zu früheren Zeiten gibt. Weiter zum Call: https://www.prokla.de/index.php/PROKLA/callforpapers

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Aktuelle Ausgabe

Bd. 50 Nr. 200 (2020): Probleme des Klassenkampfs
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1971 wurde die Zeitschrift »Probleme des Klassenkampfs« ins Leben gerufen, doch schon 1976 erschien die mit dem Titel verbundene Emphase anachronistisch: Seitdem heißt sie »PROKLA«. Das Jubiläumsheft 200 ist Anlass, nach der Gegenwärtigkeit und Dringlichkeit von Klassenkämpfen zu fragen: In den letzten Jahren haben zwar Klassentheorien wieder an Aktualität gewonnen, weit weniger indes die Klassenkämpfe und kaum die Frage nach ihren Problemen. Die Probleme führen uns nicht nur die Geschichte vor Augen, etwa ein Vergleich zwischen Russland und Deutschland um die Jahre von 1918. Die Autor*innen diskutieren auch die Klassendimension der diversen Bewegungen und Kämpfe der letzten Jahre, wie die gegen den Klimawandel. Diese Kämpfe finden global statt, in Ländern wie Chile seit vielen Jahren. Das Beispiel Corona zeigt zudem, dass Pandemien eine Zeit der Exekutive ist – und von Expert*innen, deren Wissen und Meinung plötzlich gefragt sind. Aber ist nicht auch die Wissenschaft ein Machtfeld, strukturiert von sozialen Konflikten? Ebenso soll nach den Möglichkeiten gefragt werden, ganze Branchen »gegen die Interessen der Beschäftigen« grundlegend zu verändern, für einen ökologischen Umbau der Gesellschaft.

Veröffentlicht: 2020-09-01
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