https://prokla.de.w018207c.kasserver.com/index.php/PROKLA/issue/feed PROKLA. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft 2020-06-02T00:00:00+02:00 Ingo Stützle stuetzle@prokla.de Open Journal Systems <p>Die PROKLA. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft ist eine deutsche Peer-Review-Zeitschrift, in der seit 1971 Themen aus den Bereichen der Politischen Ökonomie, der Politik, Sozialgeschichte und Soziologie bearbeitet. Im Zentrum stehen dabei gesellschaftliche Machtverhältnisse, Polarisierungen im internationalen System und das gesellschaftliche Naturverhältnis.</p> https://prokla.de.w018207c.kasserver.com/index.php/PROKLA/article/view/1887 Editorial 2020-05-07T09:26:03+02:00 PROKLA Redaktion redaktion@prokla.de <p>Editorial PROKLA 199: Politische Ökonomie des Eigentums</p> 2020-06-02T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 PROKLA. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft https://prokla.de.w018207c.kasserver.com/index.php/PROKLA/article/view/1879 Corbynismus ohne Corbyn? 2020-04-12T16:47:10+02:00 Armin Puller armin.puller@univie.ac.at <p><span style="background-color: #ffffff;">Die Wahlniederlage der britischen Labour Party wirft die Fragen auf, ob sich nach den bisherigen Erfolgen des Corbynismus die politische Konjunktur wieder dreht. Der Corbynismus ist als (widersprüchlicher) Versuch zu sehen, die Krise von britischem Staat und Gesellschaft durch eine Strategie der Reorganisierung der britischen Klassenverhältnisse zu bearbeiten. Er ist weniger eine politische Position, die in der Wahl zurückgewiesen wurde, als vielmehr eine politische Bewegung, der es gelungen ist, Teile der britischen Linken zu einen, um die Labour Party zu gruppieren und zu einem relevanten politischen Anziehungspunkt zu machen. Dadurch ist die Linke zu einem relevanten politischen Faktor geworden, der auch nach der Wahlniederlage über politische Potentiale verfügt.</span></p> 2020-06-02T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 PROKLA. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft https://prokla.de.w018207c.kasserver.com/index.php/PROKLA/article/view/1873 Corona und die nächste Eurokrise 2020-03-28T16:55:43+01:00 Etienne Schneider etienne.schneider@prokla.de Felix Felix felix.syrovatka@fu-berlin.de <p>Die Corona-Pandemie entwickelt sich zu einer weltweiten Wirtschaftskrise. Dadurch droht auch eine neuerliche Eurokrise, denn die Eurozone ist heute noch fragiler als 2009ff. Zum einen wurde die Eurokrise in Südeuropa bis heute nicht überwunden, zum anderen war die institutionelle Reform der Architektur der Währungsunion in den vergangenen Jahren blockiert. Darüber hinaus steht mit Italien nun jenes Land im Fokus, in dem sich bereits vor der Corona-Pandemie die Widersprüche der ungleichen Entwicklung in Europa kumuliert und verdichtet haben. Vor diesem Hintergrund diskutiert der Artikel abschließend Gefahren und Chancen, die auf progressive Akteure angesichts einer neuen Eurokrise zukommen könnten.</p> 2020-06-02T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 PROKLA. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft https://prokla.de.w018207c.kasserver.com/index.php/PROKLA/article/view/1885 In Verteidigung des Lebens 2020-05-02T11:12:01+02:00 Raul Zelik raul.zelik@emdash.org <p>Die Corona-Pandemie hat die schon länger heraufziehende sozialökologische Großkrise vorweggenommen und verweist auf eine letztlich antagonistische Beziehung von Kapital und Leben. Dieser Widerspruch wirft die Frage auf, ob antikapitalistische Alternativen nicht grundsätzlich als »Projekte des Lebens« neu gedacht werden müssen. In diesem Sinne plädiert der Autor für einen Sozialismusbegriff, der zwar weiterhin die Eigentumsfrage als zentrales Machtverhältnis benennt, aber auf einem Care-Paradigma beruht, wie es in queerfeministischen Debatten skizziert wird – der Sorge um Menschen, Leben und soziale Beziehungen.</p> 2020-06-02T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 PROKLA. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft https://prokla.de.w018207c.kasserver.com/index.php/PROKLA/article/view/1878 Der Corona-Crash in China 2020-04-06T09:29:27+02:00 Stefan Schmalz stefan.schmalz@fu-berlin.de <p>Die Covid-19-Epidemie hat China in eine Wirtschaftskrise getrieben, mit weltweiten Auswirkungen auf Lieferketten und Märkte. Die relativ erfolgreiche Bekämpfung der Epidemie in China hat nun jedoch eine neue Dynamik hervorgerufen: Chinas Ökonomie könnte sich in der Situation als resilienter als die meisten westlichen Volkswirtschaften erweisen. Hierdurch wird auch die hegemoniale Auseinandersetzung mit den USA neu strukturiert.</p> 2020-06-02T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 PROKLA. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft https://prokla.de.w018207c.kasserver.com/index.php/PROKLA/article/view/1877 Demokratie, geschmiedet wie ein Hufeisen? 2020-04-05T11:17:59+02:00 Sarah Schulz sarah.schulz@systemli.org <p>Aus Anlass der thüringischen Ministerpräsidentenwahl 2020 kritisiert der Beitrag die Extremismustheorie, deren Vorstellung es ist, dass das linke und rechte Parteienspektrum sich von der demokratischen Mitte entfernen und an ihren extremen Rändern wie bei einem Hufen wieder annähern. Dabei werden das Konzept der wehrhaften Demokratie und die freiheitliche demokratische Grundordnung als Grundlage für die Extremismustheorie kritisch diskutiert. Diese wiederum werden in einer illiberalen Tradition deutscher Rechtsstaatsentwicklung verortet.</p> 2020-06-02T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 PROKLA. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft https://prokla.de.w018207c.kasserver.com/index.php/PROKLA/article/view/1867 »Geld oder Leben« 2020-03-11T12:00:44+01:00 Sabine Nuss sabine.nuss@posteo.de <p>Die Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie stürzte viele Menschen, wie die Ökonomie insgesamt, nach kurzer Zeit in eine existenzielle Krise. Über eine schnelle Rückkehr zur Normalität wurde gestritten, »Geld oder Leben« war die Frage, auf die sich die Debatten zuspitzten. Dass sich in einem der reichsten Länder der Welt soziale Probleme derart schnell verschärfen, wenn nur Teile der Wirtschaft runterfahren, verweist auf einen Mangel an Resilienz. Das ist kein allgemein gesellschaftliches Problem, sondern verweist auf die herrschenden Eigentumsverhältnisse, die meist nicht als Ursache für diese sozialen Verwundbarkeiten in den Blick geraten.</p> 2020-06-02T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 PROKLA. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft https://prokla.de.w018207c.kasserver.com/index.php/PROKLA/article/view/1886 »Blut- und schmutztriefend« 2020-05-06T22:25:03+02:00 Ingo Stützle stuetzle@prokla.de <p>Geld und Eigentum gelten als etwas Selbstverständliches, immer schon Vorhandenes. Es handelt sich jedoch um spezifische soziale Formen. Gegenwärtiges Geld und Eigentum bringen sehr spezifische Verhältnisse zum Ausdruck. Das lässt sich anhand historischer Beispiele und der Form der zugrundeliegenden Klassenverhältnisse zeigen. Wie aber haben sie sich herausgebildet? Anhand der Kategorien Geld und Eigentum soll historisch skizziert werden, wie es vor allem die außerökonomische Zwangsgewalt war, die diesen als gesellschaftlich gültigen sozialen Formen zur Durchsetzung verhalf. Für die modernen Eigentumsverhältnisse skizziert Marx den »blut- und schmutztriefenden« Prozess im Zuge seiner Darstellung der sogenannten ursprüngliche Akkumulation. Dass die »gesellschaftliche Tat« (Marx), die Geld erst als gesellschaftliches Geltungsverhältnis etabliert, einen ähnlichen gewaltsamen Charakter hatte, ist hingegen kaum bekannt.</p> 2020-06-02T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 PROKLA. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft https://prokla.de.w018207c.kasserver.com/index.php/PROKLA/article/view/1881 Konzentration im Kommando über Kapital 2020-04-21T10:47:05+02:00 Jenny Simon jennyspost@gmx.net <p>Wie das Eigentum an und die Verfügungsgewalt über große Unternehmen organisiert ist, ist von hoher gesellschaftspolitischer Bedeutung. Der Beitrag untersucht unter Rückgriff auf ein auf Marx´ Konzept des fiktiven Kapitals aufbauendendes Verständnis von Finanzialisierung die seit den 1980er Jahren zu beobachtende massive Konzentrationsdynamik in der Verfügungsgewalt über Aktienvermögen mit Fokus auf die USA und die BRD. Insbesondere der Blick auf die konkreten Investitionsstrategien und Finanzinstrumente, den Aufstieg des passiven Investments im Nachgang der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise legt dabei eine Verschiebung im Kommando über Aktienkapital auf eine kleine Gruppe institutioneller Investoren frei: die Indexfondsanbieter.</p> 2020-06-02T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 PROKLA. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft https://prokla.de.w018207c.kasserver.com/index.php/PROKLA/article/view/1866 Gabe statt Tausch 2020-03-16T15:42:46+01:00 Andreas Exner andreas.exner@aon.at <p>Solidarische Ökonomien betten wirtschaftliches Handeln in soziale Beziehungen ein, die natürliche und soziale Qualitäten berücksichtigen und Konkurrenzdynamiken zurückdrängen können, sofern sie demokratisch gestaltet werden. Die Entwicklung Solidarischer Ökonomien ist ein demokratisches Mehrebenenprojekt, das Gabepraktiken anstelle von Markt und Tausch in den Mittelpunkt stellt. Solidarische Ökonomien sind unter Marktbedingungen überlebensfähig und können sich als demokratische Organisationen reproduzieren. Sie stärken soziale und demokratische Orientierungen, und spielen eine wichtige Rolle in der Ökologisierung der Produktion. Eine Transformation muss staatliche Verhältnisse mit einbeziehen und den kapitalistischen Sektor durch solidarökonomische Organisationen ersetzen.</p> 2020-06-02T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 PROKLA. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft https://prokla.de.w018207c.kasserver.com/index.php/PROKLA/article/view/1864 Wirtschaftsdemokratie und ihre systemischen Grenzen 2020-03-20T17:07:46+01:00 Alexander Maschke alexander.maschke@uni-rostock.de Philipp Köncke philipp.koencke@uni-rostock.de <p>Der Aufsatz rekonstruiert die Phasen einer dreifachen Transformation der Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern, beginnend mit der Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) über die Kollektivierung in der DDR bis hin zur Herausbildung einer besonderen Form kapitalistischer Landwirtschaftsproduktion nach dem Jahr 1990. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf einer Analyse der Veränderung des Verhältnisses der Arbeitskräfte zu den Produktionsmitteln und der verschiedenen Produktionszwecke in den jeweiligen Phasen. Derart wird untersucht, ob und wie die genossenschaftlichen Produktionsvorstellungen der LPG verwirklicht wurden. Über die Analyse der Krisenhaftigkeit der genossenschaftlichen Produktion hinaus wird aufgezeigt, welche Gefahren die gegenwärtige Entwicklung der Landwirtschaft für das Leben im ländlichen Raum zeitigt.</p> 2020-06-02T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 PROKLA. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft https://prokla.de.w018207c.kasserver.com/index.php/PROKLA/article/view/1868 »Meine Eizelle gehört mir« 2020-03-09T07:31:32+01:00 Rebecca Rahe rebeccarahe@posteo.de <p>Der Artikel untersucht die Inwertsetzung menschlicher Eizellen aus dem Blickwinkel marxistisch-feministischer Theorie und einer kritischen Rechtsanalyse. Die Inwertsetzung vollzieht sich durch die gleichzeitige Entwicklung von Reproduktionstechnologien und der rechtlichen Durchsetzung des Konstrukts von Eigentum am menschlichen Körper. Auf Subjektebene führt dieses Zusammenspiel zu einer tiefergehenden Ökonomisierung des Selbstverhältnisses: Die Person wird zur Verkäufer*in ihrer Körpersubstanzen.</p> 2020-06-02T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 PROKLA. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft https://prokla.de.w018207c.kasserver.com/index.php/PROKLA/article/view/1872 Die Form des Wirtschaftens ändern 2020-03-27T06:43:01+01:00 Halina Wawzyniak halina.wawzyniak@posteo.de <p>Vergesellschaftungen sind nicht mehr eine abstrakte Angelegenheit, ihre Notwendigkeit wird immer auffälliger. Vergesellschaftungen sind eine Form der Umsetzung des Sozialstaatsprinzips und nicht mit Enteignungen zu verwechseln. Es ist ein politischer und juristischer Kampf, Vergesellschaftungen spruchreif zu machen.</p> 2020-06-02T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 PROKLA. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft https://prokla.de.w018207c.kasserver.com/index.php/PROKLA/article/view/1876 Marx im Kopfstand? 2020-04-02T11:39:04+02:00 Oliver Schlaudt oliver.schlaudt@urz.uni-heidelberg.de <p>Gegen einige aktuelle Kritiken zeige ich, dass Piketty nicht »Marx auf den Kopf stellt«, zumindest nicht unbedingt. Pikettys Kritik der Ideologie des Eigentums, sein Fokus auf die institutionelle Einbettung der Ökonomie und einige Ansätze zu einer Imperialismustheorie halten Einsichten bereit, die auch für eine kritische Ökonomie relevant sind.</p> 2020-06-02T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 PROKLA. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft https://prokla.de.w018207c.kasserver.com/index.php/PROKLA/article/view/1869 Insurrektion und Protest 2020-03-11T09:36:48+01:00 Aaron Tauss aarontauss@yahoo.com Tobias Boos tobias.boos@univie.ac.at <p>Ende 2019 erlebte Lateinamerika erneut einen Zyklus popularer Mobilisierungen, der zahlreiche Länder erfasste und international für Aufsehen sorgte. Wegen ihres Ausmaßes und ihrer regionalen Bedeutung liegt der Schwerpunkt des Artikels auf dem temporären Volksaufstand in Ecuador, den Protesten in Bolivien und Kolumbien sowie der Insurrektion in Chile. Dabei werden neben der Analyse des historischen Kontexts, der Forderungen und der beteiligten AkteurInnen vor allem die auftretenden Antagonismen, die Konfliktlinien und widerständigen Subjekte in den einzelnen Ländern sichtbar gemacht. Der Artikel schließt mit einer vergleichenden Einschätzung der Mobilisierungen, in der Gemeinsamkeiten und Unterschiede der vier untersuchten Fälle herausgearbeitet werden.</p> 2020-06-02T00:00:00+02:00 Copyright (c) 2020 PROKLA. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft